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Video:
Zerstörung von Tumorzellen durch Abwehrzellen im Zellkulturgefäß
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Der Stiftungszweck galt von Anbeginn der Erforschung von Krebskrankheiten im Kindes- und Jugendalter. Bis ins Jahr 2004 hat die Stiftung gezielt Forschungsvorhaben im Klinikum der Goethe-Universität finanziell gefördert.
Mit der Errichtung des eigenen Forschungshauses (Dr. Petra Joh-Haus in der Komturstr. 3 a, Frankfurt-Niederrad), angrenzend an das Familienzentrum des Vereins
Hilfe Für Krebskranke Kinder Frankfurt e.V.",
hat die Stiftung die Kinderkrebsforschung konzentriert, um im Zusammenwirken mit der
Klinik für Kinderheilkunde III
am Universitätsklinikum Frankfurt am Main Fortschritte in der Erforschung der Ursachen von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sowie deren Heilungschancen zu optimieren.
Aufgaben im Dr. Petra Joh-Haus
Das übergeordnete Ziel der Arbeiten im Dr.-Petra-Joh-Forschungshaus besteht darin, neue Therapiekonzepte und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder mit Krebs zu entwickeln.
Dazu ist es notwendig, auf einer Reihe von Gebieten zu forschen von der Grundlagenforschung bis hin zur unmittelbaren Entwicklung und Umsetzung innovativer Therapiekonzepte. Diese Forschung ist nur in enger Anbindung und Wechselwirkung mit dem Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums der Goethe-Universität möglich. Darüber hinaus verbinden uns Kooperationsprojekte mit Wissenschaftlern in einer Reihe von Ländern, von europäischen Staaten und den USA über Russland bis hin zur VR China.
Im Rahmen der Grundlagenforschung beschäftigen wir uns unter anderem mit Untersuchungen zu den molekularen Ursachen der Entstehung bösartiger Zellen. Welche molekularen Schalter müssen umgelegt werden, damit aus einer normalen eine maligne (entartete) Zelle wird? Kann aus jeder Zelle des Körpers eine Krebszelle werden, oder müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen? Wie wirken verschiedene Faktoren bei der Transformation einer gesunden in eine entartete Zelle zusammen? Um diese und ähnliche Fragen zu beantworten, nutzen wir z.B. moderne Verfahren des stabilen Gentransfers mit geeigneten viralen Vektoren. So können wir die Funktionen unterschiedlicher Gene (bzw. der von diesen Genen kodierten Eiweiße) und ihr Zusammenspiel in gesunden, wie auch in kranken Zellen analysieren. Die genaue Kenntnis gestörter Signalwege in Tumorzellen hat in den letzten Jahren zur Entwicklung völlig neuer (" Designer" -) Medikamente geführt, die z.B. die Behandlung mehrerer Arten von Blutkrebs revolutioniert haben. Das umfassende Verständnis der Signalwege in Tumorzellen wird es in Zukunft erlauben, noch gezielter Wirkstoffe zu entwickeln, die eine hohe Wirksamkeit mit geringen Nebenwirkungen verbinden.
Andere Forschungsarbeiten im Dr. Petra Joh-Haus zielen darauf ab, bessere Möglichkeiten der Diagnostik maligner Erkrankungen zu entwickeln. Die rechtzeitige Erkennung von Krebs ist oft die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Daher stellen möglichst sensitive Diagnostikverfahren eine wichtige Säule der Krebstherapie dar. Hier stehen uns modernste Geräte für molekular- und zellbiologische Verfahren wie z.B. RNA-Arrays, quantitative "real-time" -PCR und Vielfarb-Durchflusszytometrie zur Verfügung.
Ein Hauptaugenmerk im Dr. Petra Joh-Haus ist die Entwicklung innovativer Therapiekonzepte. Auch hier umfassen unsere Arbeiten sowohl Ansätze, die sich noch in der Phase der präklinischen Entwicklung befinden, als auch Konzepte, die bereits in klinischen Studien getestet werden. So werden in den Labors neue Behandlungsmöglichkeiten evaluiert, die auf dem Einsatz sogenannter onkolytischer Viren beruhen, also auf modifizierten Viren, die Tumorzellen zerstören, gesunde Zellen aber nicht angreifen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Fähigkeit vieler Tumore, gegenüber den eingesetzten Medikamenten unempfindlich (resistent) zu werden. Solche Resistenzen sind oft für das Versagen der Therapie verantwortlich. Die den Resistenzen zu Grunde liegenden Mechanismen sowie zur Resistenzüberwindung geeignete Behandlungsstrategien werden untersucht.
Große Hoffnungen in der (pädiatrischen) Onkologie und Hämatologie richten sich auch auf die Entwicklung immuntherapeutischer Strategien. Dabei soll die Fähigkeit des Immunsystems benutzt werden, kranke Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Im Dr. Petra Joh-Haus gibt es ein Forschungsprojekt, das auf die Entdeckung geeigneter Zielstrukturen in malignen Zellen für immunologische Angriffe gerichtet ist. In Zusammenarbeit mit mehreren Verbundpartnern von wissenschaftlichen Institutionen in Frankfurt und anderen Städten wird darüber hinaus an der Entwicklung und klinischen Umsetzung einer zellulären Immuntherapie gearbeitet, die insbesondere bei Kindern mit Blutkrebs nach einer Stammzelltransplantation von einem Elternteil zum Einsatz kommen soll. Mit dieser Strategie sollen schwere Infektionen verhindert werden, die bei diesen Kindern oft in der frühen Phase nach Transplantation auftreten. Gleichzeitig soll sich für die behandelten Kinder das Risiko eines Rückfalls ihrer Blutkrebserkrankung wesentlich verringern. Nicht zuletzt dürfte sich durch die schnellere Gesundung auch die Lebensqualität der Patienten in dieser schwierigen Behandlungsphase signifikant verbessern. |
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